Ute Brüdermann, Das Musiktheater von Luciano Berio, (= Reihe: Perspektiven der Opernforschung – Band 13), 469 S., zahlr. Abb., Tab., Notenbsp., br., (Peter Lang), Frankfurt am Main 2007

Luciano Berio (1925-2003) gehört zu den Wegbereitern eines nicht-narrativen Musiktheaters, das sich von der Dramaturgie der traditionellen Oper distanziert. Sein Bühnenschaffen erstreckt sich über die gesamte zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, von »Mimusique N. 2 (Tre modi per sopportare la vita)« bis zu »Cronaca del Luogo«. Die Studie ist die erste Gesamtdarstellung dieses zentralen Teils von Berios OEuvre. Auf der Grundlage bisher unausgewerteter Dokumente wurden auch zurückgezogene Werke und Projekte einbezogen. Ein Schwerpunkt der Analyse liegt auf »La vera storia. Als Konstante von Berios Musiktheater lässt sich die Reflexion des eigenen Mediums innerhalb der Werke ausmachen. Diesem Aspekt des Metatheaters widmet die Autorin eine übergreifende, theaterwissenschaftlich orientierte Betrachtung.

»Brüdermanns Darstellung dieser im Oszillieren zwischen Anlehnung und Abstoßung modernistischer Tendenzen aufgehenden Ästhetik ist eine fesselnde und anregende Lektüre, auch für diejenigen, die – was zu wünschen ist – Berio immer wieder inszenieren werden.«
(Caroline Lüderssen, Neue Zeitschrift für Musik)


Aus dem Inhalt:
Berios Musiktheaterwerke und -projekte: »Mimusique N. 2 (Tre modi per sopportare la vita)«, »Allez-hop«, »Opera aperta«, »Passaggio«, »Esposizione«, »Laborintus II«, »Traces«, »Opera«, »Amores«, »La vera storia«, »Un re in ascolto«, »Outis«, »Cronaca del Luogo«
Zur Frage des Metatheaters bei Luciano Berio
Berios Rezeption von Lionel Abels Essay-Sammlung »Metatheatre (a New View of Dramatic Form)«
Anmerkungen zu Berios Brecht-Rezeption

 


ISBN: 978-3-631-54004-6

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