Thomas Becker (Hg.), Ästhetische Erfahrung der Intermedialität. Zum Transfer künstlerischer Avantgarden und ›illegitimer‹ Kunst im Zeitalter von Massenkommunikation und Internet, (Reihe: Kultur- und Medientheorie), 248 S., kart., (Transcript), Bielefeld 2011

Der Transfer zwischen künstlerischer Avantgarde und Massenkommunikation ist ein Gründungsakt moderner Kunst.
Jedoch haben sich die Formen dieses Transfers im Zeitalter von Musikvideos und Internet grundlegend geändert. Dieser Band konfrontiert zum ersten Mal die philologisch orientierte Forschung der Intermedialität mit musikwissenschaftlichen Analysen. Die Beiträge zeigen: Der Transfer zwischen Schrift und Bild kann nicht mehr als leitendes Paradigma der Intermedialität verstanden werden. Vielmehr stellt das Verhältnis zwischen Musik und Bild angesichts der Copyright-Probleme der Großindustrie eine neue Herausforderung für die Intermedialitätsforschung dar.

Inhalt:
Thomas Becker: Einleitung
Michael Wetzel: Das Ready-made als Stolperstein. Duchamp und Bourdieu über die Inframedialität des feinen Geschmacks
Joachim Paech: Das Medium formuliert, die Form figuriert – Medium, Form und Figur im intermedialen Verfahren
Karin Bruns: Imperceptibles – Zur Intermedialität des Nicht-Sichtbaren
Michael Lommel: Heautonomie im Episodenfilm
Bernd Scheffer: Schrift als Tonfilm – Zur Intermedialität und Emotionalität von Schrift
Thomas Macho: Der Eselsschrei in der A-Dur-Sonate – Robert Bresson zu Film und Musik
Beate Ochsner: ›Weiche‹ Musikvideos oder: Von Intermedialität zu »produsage«
Frédéric Döhl: ... weil nicht sein kann, was nicht sein darf – Zur Entwicklung des deutschen Musikrechts im Lichte intermedialer Kreativität (Sound Sampling)
Michael Custodis: Performing Live-Electronics – Der Keyboarder Jordan Rudess
Elena Ungeheuer: Zur Intermedialität musikalischer Bewegung – Fallbeobachtungen


ISBN: 978-3-8376-1743-6
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